Zur Geschichte

  1. Eine Kirche zu Diessenhofen ist in der Urkunde vom 27.03.757 erwähnt. Ihr Hauptpatron ist der heilige Dionysius (1517 „Kirchen Sant Dionysius).

  2. Im 13. Jahrhundert erfolgte etwa auf dem Grundriss der heutigen Kirche der Bau einer romanischen Basilika, die 1363 von einem Brand heimgesucht wurde.

  3. Ende des 15. Jahrhunderts wurde das Gotteshaus als gotische Staffelhalle wieder aufgebaut. Dabei das Niveau der Decke vereinheitlicht und am Westende des Hauptschiffes eine Empore eingebaut.

  4. 1838/39 erfolgte die grösste Veränderung des Kirchenraumes. Ein damals neugotischer Drang nach oben wandelte den Kirchenraum in eine Spitztonnenhalle. Etwa nach dem Slogan „jedem Dorf seine Kathedrale“.


Paritätische Nutzung

  1. 1519 wurde Veit Kappeler als erster evangelischer Pfarrer gewählt. Bis zum zweiten Landfrieden (1531) fand dann in Diessenhofen keine Messe mehr statt.

  2. 1543 wurde wieder ein Altar für die Katholiken eingerichtet und das Simultanverhältnis dauerte mehr als 400 Jahre.

  3. 1963 genehmigten die beiden Kirchgemeinden einen Auflösungs- und Abtretungsvertrag. Die Katholiken bauten ihre eigene Kirche ausserhalb der Stadtmauern.


Renovation

  1. von 1965-1970 erfolgte die Restauration, bei welcher die Kirche die Gestalt der schlichten, gotischen Staffelhalle wiedergewonnen hat.

  2. 2016 Innen- und Aussenrenovation der Stadtkirche.

Weitere Informationen zur Geschichte

finden Sie in der Broschüre: Geschichte.pdf

Die beiden Glasbilder im Fenster des Chorraumes (Ostwand) und in der Nordwand, hinten beim Orgelzutritt, wurden vom Bündner Künstler Gian Casty (1914 - 1979) geschaffen.

Die Kanzel wurde vom Künstler Emanuel Bosshard, Eschlikon aus massivem Nussbaumholz gestaltet.

Der Abendmahlstisch wird an der Stirnseite von einem, ursprünglich an der Wand festgemachten, Epitaph geschmückt (17. Jahrhundert).

Der Taufstein von 1527, kam während der letzten Restauration bei archäologischen Untersuchungen in den Aussenmauern zum Vorschein.

Das Orgelwerk

stammt vom Orgelbauer Schwenkedel in Strassburg (1972).

Die Orgel verfügt über

4 Manuale, 32 Register, das Pedal und als Besonderheit die spanischen Trompeten.

Die fünf Glocken wurden 1883 von der Glockengiesserei Keller in Zürich gegossen und ergeben einen reinen H-Dur Akkord: h, dis, fis, h, dis.

Der Innenraum einige Bilder und Daten:

Quellennachweis: Dokumentation: "Zur Erinnerung an die Restaurierung 1968-1972"
Zusammenstellung: Brigitta Lampert in Zusammenarbeit mit Ernst Ott

Bilder: Brigitta Lampert

Stadtkirche

Die alte Stadtkirche fügt sich harmonisch

in das malerische Bild unseres Rheinstädtchens ein.

Foto:Adrian Michael Juli 2011  ©

Der Innenraum der Stadtkirche nach  der Restauration (1968-1970)